Wappen von Eiserfey

Wappenbeschreibung

Wappen gespalten und links geteilt. Oben links das schwarze Kreuz im silbernen Feld weist auf jahrhundertelange Zugehörigkeit des Ortes zum Kurstaat Köln hin. Links unten das rote Feld mit Eisen und Schlegel dokumentiert die über Jahrhunderte durchgeführte Eisenverarbeitung in Eiserfey. Die Grundfarbe rot soll an die Glut beim Schmelzvorgang hinweisen. Rechts im blauen Feld ist eine goldene Glocke zu sehen. Die Glocke zeigt das alte Gerichtssiegel von Eiserfey!

Über den Ort Eiserfey

(413 Einwohner mit Stand 30.06.2017) feierte 2017 seine  Ersterwähnung  vor 1150 Jahren:

Tatsächlich war das Feytal (Kakushöhle) schon vor 80.000 Jahren von Menschen bevölkert. Hier lebten unter anderem Neandertaler, die vor 30.000 Jahren ausgestorben sind, und der „Ahrensburger Rentierjäger“, ein Nomadenvolk am Ende der letzten Eiszeit vor 12.000 Jahren. Eiserfey hatte seit 1696 eine eigene kleine Eisenindustrie mit Hüttenöfen, Hammerschmiede und im 19. Jahrhundert auch eine Schwarzpulverfabrik.   

Geschichtlich- /mythologische Entwicklung der Namengebung von Eiserfey

Gerhard Mürkens weist bei seinen Untersuchungen über die Ortsnamen des Kreises Schleidens nach, dass der Wortteil "fey" seine Wurzeln in dem keltischen Wort "Bacina", die "Eilende" hat. Dieses Wort wurde danach zu einem Wassergrundwort  im Sinne von Bach. Durch Lautverschiebung ging das Wort schon in römischer Zeit in Vachina (Fachina) und nach und nach in Veye (Feye) über. Nach Mürkens hießen die beiden Quellbäche des Veybaches ursprünglich Vey. Den linken Quellbach hielt man später für die ursprüngliche Vey und nannte sie daher "Urvey". Dieser Name ging auf den Ort Urfey über. Den rechten Quellbach nannte man wegen der Eisenvorkommen "Iservey". Dieser Namen ging als Ortsname auf den Ort Eiserfey über.


In einer Urkunde des Münstereifeler Pfarrarchivs ist der Ort im Jahre 1344 als Irsenveye erwähnt. In einer anderen Urkunde aus dem Jahre 867 erscheint er einfach als "Feye". In dieser Urkunde heißt es nach Mürkens, dass König Lothar II. einem Edlen Otfried im Dorf (Villa) Feya im Eifelgau Hofgüter austauschte, die sich dann 893 in "Veye bei Nöthen" im Besitz der Abtei Prüm befinden.

Ohne diese Siedlungsgeschichtlichen Kenntnisse finden die Ortsnamen mit dem Bestandteil "vey" bzw.  "fey" eine volkstümliche Erklärung in der Form einer Herkunftssage.

So z. B. die Sage von der Kakushöhle bei Eiserfey. Nach dieser Sage verdanken die Orte ihren Namen der "Juffer Fey", die in den Buchen- und Eichenwäldern ihr Unwesen trieb. Wer den Frieden des Waldes störte, den versetzte sie in Angst und Schrecken.  Dem Wanderer erschien sie in vielerlei Gestalten, meist von Tieren, die unter ihrem besonderen Schutz standen. Störenfriede führte sie strafend in die Irre. Besonders im Herbst hieß es: "Opjepaß, on net jelaach, höck öß aller Feyen Daach!"
Die "Juffer Fey" herrschte über das ganze Feytal. Ihren 7 Töchtern hatte sie besondere Plätze angewiesen: Urfey, Eiserfey, Feyermühle, Burgfey, Katzfey, Satzvey und Veynau. Die "Juffer Fey" wurde offensichtlich dem griechischem "Sophia" ( die Weise) entlehnt. Im Altkölnischen kürzte man den Namen Sophia neben "Züff" aus dem 1. Wortteil auch "fei" aus dem 2. Wortteil. Da der angesprochene Teil der Nordeifel die gleiche ripuar- fränkische Siedlungsgeschichte wie Köln hat, hat er auch die gleichen Sprachwurzel.